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Schweizerinnen und Schweizer sorgen sich um die Umwelt

Jan 29, 2020 | Aktuelles, Wohlfahrtspflege

Verkehrslärm, Luftverschmutzung und Strahlung werden von der Bevölkerung zunehmend als störend empfunden, gleichzeitig setzt sich der Trend zu mehr Bioprodukten fort: Ergebnisse einer Befragung des Bundesamtes für Statistik BFS.

Beurteilten vor einigen Jahren noch 92 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer die Umweltqualität in der Schweiz als gut, sind es jetzt noch 84 Prozent. Und mehr als die Hälfte der Bevölkerung schätzt den Verlust von Biodiversität, den Einsatz von Pestiziden und den Klimawandel als sehr gefährlich für Mensch und Umwelt ein.

Im vergangenen Jahr fühlten sich laut BFS 31 Prozent zuhause durch Verkehrslärm gestört, dies gegenüber 24 Prozent im Jahr 2015. Die Luftverschmutzung ums Haus herum fanden mit 34 Prozent ebenfalls mehr Menschen als störend; 2015 waren dies 19 Prozent. Von der Strahlung von Mobilfunkantennen oder Hochspannungsleitungen fühlten sich mit 23 Prozent sogar mehr als doppelt so viele Menschen gestört als 2015, wo dies 10 Prozent bejahten.

Der Trend zu mehr Bioprodukten setzt sich weiter fort, so die Statistik. Beliebt sind Bioprodukte vor allem in der Westschweiz: 53 Prozent der dortigen Bevölkerung gaben 2019 an, diese immer oder meistens zu kaufen, gegenüber 41 Prozent in der italienischen Schweiz und 40 Prozent in der Deutschschweiz. Bioprodukte werden zudem häufiger von Einwohnerinnen und Einwohnern städtischer Gebiete konsumiert als von Bewohnern ländlicher Gebiete, ebenso nimmt ihr Konsum mit höherem Ausbildungsniveau zu.

Der Verlust der Biodiversität und der Klimawandel wurden 2019 von der Bevölkerung in der Schweiz als deutlich gefährlicher für Mensch und Umwelt eingeschätzt als noch 2015: Galt der Verlust der Biodiversität damals noch für 36 Prozent als sehr gefährlich, waren 2019 gar 54 Prozent dieser Meinung. Beim Klimawandel stieg dieser Wert in derselben Periode von 34 auf 51 Prozent. Mit 53 Prozent ebenfalls vom überwiegenden Teil der Bevölkerung als sehr gefährlich für Mensch und Umwelt beurteilt wurde 2019 ausserdem der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln bzw. Pestiziden.

 

 

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