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Material: Ethischer Standpunkt zur Begleitung am Lebensende

Umgang mit moralischem Stress des Pflegepersonals bei der Begleitung von Menschen am Lebensende

Der aktuelle ethische Standpunkt des Schweizer Berufsverbandes der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) beschreibt die Komplexität der pflegerischen Begleitung von Menschen am Lebensende und schlägt Handlungsempfehlungen für die Pflege vor.

Der SBK-Standpunkt gibt Empfehlungen an Pflegefachpersonen, das Team, die Organisation und das Gesundheitssystem. So könnten ethische Fallbesprechungen und Rituale angeboten werden, sei es nach dem Tod eines Patienten oder “wenn er die Institution verlässt, um einen begleiteten Suizid durchzuführen”. Die Arbeitgebenden sollten Spezialisierungen in Palliative Care anbieten und fördern, zudem sollte die Organisation “offen über die Situation von Patienten sprechen, die sich für assistierten Suizid entscheiden, und diesen Entscheid respektieren”.

Der SBK engagiere sich für die Lebensqualität von Patienten am Lebensende und fördere die Pflegequalität “auch im Falle des Wunsches nach einem assistierten Suizid”, heisst es als Schlussbemerkung. Der Umgang mit ethischen Herausforderungen solle gefördert werden, um unnötigem moralischem Stress bei Pflegefachpersonen in der Begleitung am Lebensende vorzubeugen.

Der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner vertritt rund 25’000 diplomierte Pflegefachpersonen in der Schweiz und ist nach eigenen Angaben einer der grössten Berufsverbände im Gesundheitswesen.

Daten

Ethischer Standpunkt 5

Broschüre, 2 Seiten

Schweizer Berufsverbandes der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner

1. Auflage 2018

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