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Material: Argumentarium zur Organspende

Der Leib als Gabe

“Der Leib als Gabe”, so der Titel einer Broschüre, mit welcher der SEK 10 Fragen zur Organspende aus seiner Sicht beantwortet. Dabei steht der SEK kritisch zur diskutierten Widerspruchslösung. Diese mache aus dem eigenen Spenden ein fremdes Nehmen.
In seinem vom Ethiker Frank Mathwig verfassten Argumentarium geht der SEK auf Fragen zur Sache und zur diskutierten Gesetzesänderung ein, diskutiert jedoch auch grundlegende Fragen zur Frage, wer wann wie über eine Organspende entscheiden soll oder muss. Dabei steht der SEK kritisch zur Widerspruchslösung. Diese mache “aus dem eigenen Spenden ein fremdes Nehmen”. Werde eine fehlende Ablehnung automatisch als schweigende Zustimmung gewertet, werde das liberale Freiheitsverständnis “auf den Kopf gestellt”, denn aus dieser Sicht käme bei der Organspende “ausschliessliche die freiwillige Zustimmung in Betracht”.

Eine Organspende sei häufig die letzte und einzige Rettung. Die Gesellschaft könne ohne die gegenseitige Empathie und Solidarität der Bürgerinnen und Bürger nicht bestehen. Daraus folge aber nicht, dass sich diese “auch gegenseitig ihre Organe schulden”. Die Logik der Widerspruchslösung nötige Menschen zu einer Entscheidung. Eine solche Entscheidungspflicht schränke “die grundrechtliche Freiheit, die eigene Meinung zu äussern oder zu verschweigen, empfindlich ein”.

Sulgenauweg 26, 3001 Bern

Daten

Der Leib als Gabe

Broschüre, 16 Seiten

Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund SEK

1. Auflage 2018

gratis