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Neues Aktionsbündnis will zivile Seenotrettung unterstützen

Dez 4, 2019 | Aktuelles, Migration und Flucht

Das Aktionsbündnis „United4Rescue – Gemeinsam Retten!“ fordert, das Recht auf Seenotrettung an den Grenzen Europas wieder umzusetzen. Im kommenden Jahr soll ein zusätzliches Seenotrettungsschiff ins Mittelmeer entsendet werden.

Das in Hamburg gegründete Bündnis unterstützt gemäss Medienmitteilung der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD die zivilen Seenotrettungsorganisationen, die im Mittelmeer dem Ertrinken von Menschen auf der Flucht nicht tatenlos zusähen, sondern da humanitär handelten und Menschenleben retteten, wo staatliche Seenotrettung fehle.

Das Recht auf Seenotrettung müsse als Teil des Völkerrechts und das Recht auf Leben als Menschenrecht respektiert und an den Grenzen Europas wieder umgesetzt werden, so die Mitteilung. Man wende sich gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung und fordere faire Asylverfahren für Menschen, die nach Europa fliehen. Kommunen, die sich zu „Sicheren Häfen“ erklärt hätten, sollten die rechtlichen Möglichkeiten erhalten, zusätzliche Schutzsuchende aufzunehmen.

Ein erstes Projekt des Bündnisses sieht gemäss EKD vor, im kommenden Jahr ein zusätzliches Seenotrettungsschiff ins Mittelmeer zu entsenden. Einer beim Deutschen Evangelischen Kirchentag im vergangenen Juni verabschiedeten Resolution hatten sich in der Folge mehr als 40000 Menschen angeschlossen.

Die EKD stellt sich dieser Aufgabe nach eigenen Angaben im Rahmen eines breiten zivilgesellschaftlichen Bündnisses aus Kirchen und Vereinen, Hilfsorganisationen und Firmen, Kulturträgern und politischen Initiativen.

 

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