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AT: Neue Publikation zu Kinderwunsch und Behinderung

Dez 8, 2017 | Archiv, Behinderung

Die Diakonie Österreich präsentiert ein Argumentarium zu Fortpflanzungsmedizin und Behinderung. Auf zwölf Seiten werden verschiedene Positionen und Argumente zu In-vitro-Fertilisation, Präimplantationsdiagnostik und Pränataldiagnostik vorgestellt.

Der Text wird vom Institut für öffentliche Theologie und Ethik der Diakonie im Rahmen der Synode der Evangelischen Kirche A. un H.B. vorgestellt, informiert die Diakonie Österreich in einer Meldung. Reproduktionsmedizinische Entscheidungen seien quasi Alltag geworden, wird der evangelische Theologe und Institutsdirektor Ulrich Körtner zitiert. Es brauche ethische Reflexion, damit betroffene Paare gute und verantwortete Entscheidungen treffen könnten.

Aus evangelischer Sicht gehe es nicht darum, Methoden und Verfahren als gut oder schlecht zu beurteilen. Evangelische Ethik betrachte reproduktionsmedizinische Entscheidungen als “moralische Konfliktsituationen, in denen abgewogen werden muss”, so die Autorin des Argumentariums Maria Katharina Moser.

Gerade die Diakonie finde, dass sich Eltern auf ein behindertes Kind einlassen sollten, so Diakonie-Direktor Michael Chalupka laut Meldung. Dieses ethische Ideal könne man jedoch nicht durch Verbote erzwingen. Angezeigt seien statt dessen konkrete Unterstützungsmassnahmen und ein “gesellschaftliches Klima der Offenheit und des Respekts vor der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung”.