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Nationalbank soll aus fossilen Energien aussteigen, fordert Brot für alle

Feb 18, 2021 | Aktuelles, Menschenrechte und Antidiskriminierung

Die Hauptverursacher der Klimakrise sollen mehr Verantwortung übernehmen, so Brot für alle zum Start der Ökumenischen Kampagne 2021. Dazu gehöre auch die Schweizerische Nationalbank.

Die Klimakrise bedrohe die Existenz von Millionen Menschen in Entwicklungsländern, die kaum zur Klimaerhitzung beigetragen hätten, so Brot für alle und Fastenopfer in einer gemeinsamen Medienmitteilung.

Die Nationalbank habe Ende 2019 Aktien im Wert von fast sechs Milliarden US Dollar an Firmen gehalten, die fossile Energien förderten. Sie finanziere damit Emissionen von 43 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent pro Jahr, so die Organisationen. Diese Emissionen seien etwa gleich hoch wie die Inlandemissionen der Schweiz. Die SNB begünstige mit ihrer Anlagestrategie eine Klimaerhitzung von vier bis sechs Grad, also weit über dem Ziel des Pariser Klimaabkommens.

Deshalb fordern Fastenopfer, Brot für alle und Partner sein im Rahmen der Ökumenischen Kampagne 2021 die SNB mit einer Petition auf, alle Investitionen in fossile Energien abzustossen. Dies wäre ein wichtiges Signal an den Finanzplatz Schweiz, denn die SNB sei eine der weltweit grössten institutionellen Investorinnen. Mit ihrer aktuellen Investitionsstrategie stehe sie zudem in Widerspruch zu ihren eigenen Anlagerichtlinien. Diese schrieben vor, dass die SNB auf Investitionen verzichten müsse, die grundlegende Menschenrechte massiv verletzten oder systematisch gravierende Umweltschäden verursachten.

Die Ökumenische Kampagne macht nach eigenen Angaben unter dem Motto «Klimagerechtigkeit – jetzt!» darauf aufmerksam, dass die ärmeren Bevölkerungsschichten in den Ländern des globalen Südens am meisten unter den Folgen der Klimaerhitzung leiden – ausgerechnet jene Menschen, die kaum etwas dazu beitragen, so die Mitteilung. So seien die ärmeren 50 Prozent der Weltbevölkerung bloss für 10 Prozent der konsumbedingten Treibhausgasemissionen verantwortlich, die reichsten 10 Prozent aber für fast 50 Prozent.

 

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