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Mehr Krebserkrankungen, aber Rückgang des Sterberisikos

Okt 29, 2019 | Aktuelles, Gesundheitliche Versorgung

Zahlen zum Gesundheitszustand der Bevölkerung, Einflussfaktoren, Gesundheitsversorgung sowie Gesundheitsausgaben liefert die aktuelle Ausgabe der Schweizer Gesundheitsstatistik des Bundesamtes für Statistik BFS.

Zwischen 2011 und 2015 erkrankten laut Medienmitteilung jährlich nahezu 40500 Personen an Krebs, rund 2000 Fälle mehr als fünf Jahre zuvor. Der Anstieg ist laut BFS in erster Linie auf die alternde Bevölkerung zurückzuführen. Das Krebsrisiko selbst sei nicht angestiegen. Gar zurückgegangen ist demnach das Risiko, an Krebs zu sterben; bei den Frauen innerhalb von 30 Jahren um 27 Prozent, bei den Männern sogar um 37 Prozent.

Im Jahr 2017 entfielen 20 Prozent der Gesundheitsausgaben auf Personen über 80 Jahre – einer Bevölkerungsgruppe, die nur rund 5 Prozent der Bevölkerung ausmacht. Nahezu 60 Prozent der 2017 Verstorbenen waren demnach über 80 Jahre. Frauen verursachen rund 56 und Männer rund 44 Prozent der Gesundheitskosten. Der Unterschied lasse sich insbesondere mit den höheren Ausgaben für Frauen im gebärfähigen Alter erklären, schreibt das BFS.

In der Gesundheitsversorgung waren 2017 insgesamt 325908 Beschäftigte in Vollzeitäquivalenten tätig. In den Spitälern sei die Beschäftigung um 37,5 Prozent gewachsen, die Hospitalisierungen hingegen lediglich um 27,6 Prozent. Dies ist laut Statistiker unter anderem auf die intensiveren stationären Behandlungen und die wachsende Zahl ambulanter Behandlungen in Spitälern zurückzuführen.

Weitere Zahlen zeigen unter anderem, dass 26 Prozent der Bevölkerung an ihrem Wohnort verkehrsbedingten Störungen ausgesetzt sind. An der Spitze stehen der Strassenlärm sowie Lärm von nicht zum eigenen Haushalt gehörenden Personen.

Cannabis konsumieren rund 9 Prozent zwischen 15 und 24 Jahren, junge Männer mit 12 Prozent sogar doppelt so häufig wie junge Frauen mit 6 Prozent. Zehn Jahre zuvor gab es mit 6 Prozent insgesamt weniger Konsum. Und schliesslich gaben gemäss BFS 27 Prozent der 15- bis 24-Jährigen an, sich mindestens einmal pro Monat einen Rausch anzutrinken.

 

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