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Luzerner Notfallseelsorge besonders gefragt bei Suiziden und ausserordentlichen Todesfällen

Jan 20, 2020 | Aktuelles, Wohlfahrtspflege

Die ökumenische Notfallseelsorge im Kanton Luzern wurde im vergangenen Jahr zu 90 Einsätzen aufgeboten. Viele Angehörige haben kaum ein soziales Netz und sind überfordert.

Fast gleich viele Einsätze wie im vergangenen Jahr, wo mit 91 Ausfahrten so viel wie nie seit der Gründung 2006 geleistet wurde, so die Organisation Notfallseelsorge/Care Team im Kanton Luzern in einer Medienmitteilung. Die von den Landeskirchen und dem Kanton getragene Einrichtung kümmert sich in Notsituationen um Angehörige, unverletzte Beteiligte und Zeugen, leistet den Hinterbliebenen Beistand bei Suizid oder beim Überbringen von Todesnachrichten.

Am häufigsten aufgeboten wurde die Einrichtung laut Mitteilung bei Suiziden und ausserordentlichen Todesfällen, zum Beispiel bei plötzlichem Herzversagen in der Öffentlichkeit oder bei Todesfällen nach längerer Krankheit. Hier gelangten auch Aufgebote an die Seelsorgenden, die eigentlich keine Care-Einsätze seien und früher von den ortsansässigen Pfarrämtern übernommen worden seien, so die Mitteilung. Notfallseelsorgende und Care Teams hätten es dabei immer wieder mit überforderten Angehörigen zu tun, die kaum ein soziales Netz und niemanden hätten, der sie in der Not auffangen könnte.

Der Aufwand an Personal und Stunden sank laut Mitteilung von 956 auf 863 Stunden, mehr als neun Stunden pro Einsatz. Die Care-Arbeit habe sich weiter gefestigt und werde von den Betroffenen gerne in Anspruch genommen.

 

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