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INT: Weltweit sterben alarmierend viele Neugeborene, sagt UNICEF

Feb 22, 2018 | Aktuelles, Kinder und Jugendliche

Die Mehrheit der Todesfälle wäre vermeidbar, sagt UNICEF im neuen Bericht über die Sterblichkeit von Neugeborenen. 27 von 1000 Neugeborenen sterben in Ländern mit niedrigem Einkommen, 3 von 1000 in solchen mit hohen Einkommen.

Weltweit sterben alarmierend viele Neugeborene. Davon sind vor allem die ärmsten Länder betroffen, sagt UNICEF im jüngst veröffentlichten Bericht über die Sterblichkeit von Neugeborenen. Babys, die in Japan, Island oder Singapur geboren werden, haben demnach die besten Überlebenschancen, während Neugeborene aus Pakistan, der Zentralafrikanischen Republik und Afghanistan die schlechtesten Chancen haben. Die Mehrheit dieser Todesfälle wäre vermeidbar, so UNICEF-Direktorin Hernietta F. Fore. Dazu bedürfe es jedoch der grundlegenden Veränderung des gesamten Gesundheitssystems dieser Länder.

Global betrachtet liegt die durchschnittliche Sterblichkeitsrate von Neugeborenen in Ländern mit niedrigem Einkommen bei 27 Todesfällen pro 1000 Geburten, in den einkommensstarken Ländern bei 3. In den riskantesten Orten ist die Sterblichkeit bis zu 50 Mal höher. 16 Millionen Kinder würden gerettet, wenn jedes betroffene Land die Sterblichkeitsrate der Neugeborenen bis 2030 auf das durchschnittliche Niveau der einkommensstarken Länder senken könnte.

Mehr als 80 Prozent der Todesfälle können laut Bericht auf Komplikationen vor oder während der Geburt sowie auf Infektionen wie einer Lungenentzündung oder auf Blutvergiftungen zurückgeführt werden. Aufgrund des Mangels an ausgebildetem Gesundheitspersonal erhalten Tausende von Kindern mangelhafte oder keine medizinische Versorgung. Während zum Beispiel in Norwegen 218 Ärzte, Krankenpfleger und Hebammen auf 10’000 Menschen entfallen, kümmert sich in Somalia eine Fachkraft um 10’000 Menschen.

Die höchste Sterblichkeitsraten von Neugeborenen liegen vor in Pakistan, der Zentralafrikanischen Republik, Afghanistan, Somalia, Lesotho, Guinea-Bissau, Südsudan, der Elfenbeinküste, Mali und Tschad. Die tiefsten Sterblichkeitsraten liegen vor in Japan (0,9), Island, Singapur, Finnland, Slowenien, Estland, Zypern, Südkorea, Weissrussland und Norwegen. Österreich folgt auf Platz 19, Deutschland auf 22, Frankreich auf 24 und die Schweiz auf Platz 30 mit einem Wert von 2,9 Todesfällen.

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