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Die Identität der Sozialdiakonie in der Schweiz stärken

Nov 27, 2019 | Aktuelles, Aktuelles - Featured, Diakonie Schweiz

Die Plenarversammlung der Diakonie Schweiz diskutierte am 25. November in Bern den Handlungsbedarf für die künftige Ausrichtung der Sozialdiakonie. Vorausgegangen war die Veröffentlichung einer detaillierten Erhebung zum Diakonat.

Mit der Erhebung «Diakonie und Diakonat in den Kantonalkirchen» hat die Diakonie Schweiz im Frühjahr 2019 eine detaillierte Erhebung zum Diakonat vorgelegt. Die Ergebnisse sind in den Kirchen auf grosses Interesse gestossen und haben dazu beigetragen, das vielfältige Wirken der Sozialdiakonie sichtbar zu machen.

Gleichzeitig ist in verschiedenen Bereichen deutlicher Handlungsbedarf zutage getreten. Die Plenarversammlung der Diakonie Schweiz diskutierte am 25. November vier Handlungsfelder und gab Empfehlungen zu den relevanten Fragestellungen.

So hat die Erhebung aufgezeigt, dass die sozialdiakonischen Berufsbilder unter den Kantonalkirchen in einigen Facetten relativ einheitlich, in anderen Facetten jedoch recht unterschiedlich sind. Die einzelnen Aspekte der Berufsbilder und des Umgangs mit dem Mindeststandard in den Kantonalkirchen betreffen in zentraler Weise die normative Ebene sozialdiakonischer Arbeit und sollten daher auch auf kirchenleitender Ebene diskutiert werden.

Die Ausbildungssituation ist in der Sozialdiakonie mit gewissen Risiken verbunden: so besteht für die kirchlich-theologische Ausbildungskomponente nur ein anerkannter Ausbildungsgang. Die Diakonie Schweiz erachtet es als notwendig, Wege zu finden, wie weitere bestehende Ausbildungsgänge im kirchlich-theologischen Bereich definiert und anerkannt werden können.
Neben den übergeordneten Systemfragen besteht konkreter Handlungsbedarf bei einzelnen Detailfragen der Überprüfung zur ausserordentlichen Zulassung. Die Plenarversammlung der Diakonie Schweiz macht beliebt, dass eine Gesamtschau des Revisionsbedarfs erstellt wird, die sowohl den Regelungsgehalt als auch die Überprüfungsprozesse umfasst.

Die Erhebung schafft in vielerlei Hinsicht Vergleichbarkeit zur Anzahl der Anstellungsverhältnisse, zur Altersstruktur oder zu Anstellungsbedingungen. Die Datenerhebung erwies sich jedoch als sehr aufwändig, da die genannten Eckwerte bislang noch sehr unterschiedlich vorhanden sind. Der Ausschuss der Diakonie Schweiz hat deshalb den Auftrag erteilt, einheitliche Kennzahlen und Indikatoren zu entwickeln, die die Kantonalkirchen zukünftig regelmässig erheben sollen.

Die Diakonie Schweiz ist die nationale Dachorganisation für Diakonie der reformierten Landeskirchen. Sie fördert den Informationsaustausch zu gemeindediakonischen Projekten, pflegt den Dialog mit der diakoniewissenschaftlichen Forschung sowie zu Netzwerken und legt die Standards der diakonischen Ausbildung fest. Damit werden diakonische Arbeiten aus einer Hand geleistet. Als Konferenz des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK vereint sie sowohl die für Diakonie zuständigen Kirchen- bzw. Synodalratsmitglieder der Landeskirchen als auch zahlreiche diakonische Fachpersonen aus unterschiedlichen Bereichen.

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