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Diakonie Österreich fordert Solidarität mit griechischen Flüchtlingslagern

Jul 9, 2020 | Aktuelles, Migration und Flucht

Diakonie Österreich kritisiert ungenügende Hilfe in Moria und fordert Evakuierung und europäische Solidarität.

Die Lebenssituation der Menschen in den Flüchtlingscamps auf den griechischen Inseln sei katastrophal, die Zustände menschenunwürdig, es mangele an Wasser, Schatten, sanitären Einrichtungen und medizinischer Versorgung. So die Diakonie Österreich in einer Medienmitteilung.

Die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre griechischen Partner seien seit Monaten im Nothilfe-Einsatz in Moria und auch auf der Insel Chios. Die Menschen lebten im Lager Moria auf engstem Raum in notdürftigen Behausungen und Zelten. Auf zwei bis vier Quadratmetern lebten 6 bis 7 Personen miteinander, so die Meldung.

Die Flüchtlinge seien den Wetterbedingungen voll ausgesetzt. Die Sommerhitze habe mit aktuell 35 Grad gerade erst begonnen und dazu komme die Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus. Auch Container, die aus anderen europäischen Ländern geschickt würden, könnten an einer Situation nichts ändern, die vollkommen desorganisiert sei. Von 18.000 Flüchtlingen im Camp lebten rund 80 Prozent in selbstgebauten Zelten inmitten der Olivenhaine.

Mitarbeitende von Hilfsorganisationen, die in Flüchtlingscamps weltweit, auch mitten im Krieg und nach Katastrophen, im Einsatz waren, sagten laut Meldung, dass die Zustände in Moria die schlimmsten seien, die sie je erlebt hätten.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist laut Mitteilung gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation ‘Stand by Me Lesvos’ im Camp Moria aktiv. Aktuell werde Trinkwasser in gefrorener Form verteilt. So könnten die Menschen ihre Lebensmittel kühl halten und haben gleichzeitig genug zu trinken. Zugleich werde dem Müllproblem durch ein Recycling-Projekt entgegengewirkt, mit dem die Bewohnenden des Camps 10 leere Plastikflaschen gegen eine gefüllte tauschen könnten.

 

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