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AT: Diakonie-Direktor fordert ganzheitliche Pflegereform

Feb 19, 2018 | Aktuelles, Pflege

Der demografische Wandel erfordert grundsätzliche Überlegungen, so Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich. An einem Ausbau von Pflegeangeboten führe kein Weg vorbei.

Von den etwa 455’000 Pflegegeld-Bezügern in Österreich werden 84% zu Hause betreut, etwa 42% sind ausschliesslich auf die Hilfe von Angehörigen angewiesen. Diese Zahlen präsentiert der Direktor der Diakonie Österreich Michael Chalupka in einer Medienmitteilung vom 16. Februar. „Knapp 190’000 betreuungs- und pflegebedürftige Menschen, die dringend unsere Unterstützung brauche, werden von ihren Familien versorgt.“ Es brauche mehr mobile Dienste, mehr teilstationäre Einrichtungen und Tageszentren und mehr betreutes Wohnen, um die Angehörigen zu entlasten.

Aus Sicht der Diakonie müsse die sogenannte Pflegelücke geschlossen werden. Diese entstehe, wenn zwischen stationären Angeboten und der Versorgung ausschliesslich durch Angehörige keine Dienstleistungen mehr zur Verfügung stehen. Zwar gebe es eine Vielzahl unterschiedlicher Pflege- und Betreuungsangebote, an deren Ausbau jedoch kein Weg vorbei führen werde. Man müsse sich der Diskussion stellen, wie man gemeinsam alt werden wolle, so Chalupka: „Daher bedarf es einer ganzheitlichen Pflegereform, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt“.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Diakonie Österreich in ihrem Papier „Pflege und Betreuung neu denken“ Vorschläge für eine Pflegereform vorgelegt.

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