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Der Stress am Arbeitsplatz nimmt zu

Aug 20, 2019 | Aktuelles, Gesundheitliche Versorgung

Mehr Stress und psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz offenbaren aktuelle Zahlen der Statistiker. Besonders stark zugenommen hat der Stress im Gesundheits- und Sozialwesen.

Rund 21% der Erwerbstätigen litten gemäss aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik BFS 2017 an ihrem Arbeitsplatz sehr oft unter Stress, gegenüber 18% im Jahr 2012. Rund die Hälfte der Arbeitnehmenden waren demnach von mindestens drei der insgesamt neun Typen psychosozialer Risiken betroffen. Psychosoziale Belastungen seien arbeitsorganisatorisch bedingt, so das BFS in einer Medienmitteilung. Sie entstünden durch hohen Zeitdruck, geringen Gestaltungsspielraum, fehlende Unterstützung durch Vorgesetzte oder Mitarbeitende, Diskriminierung oder Gewalt sowie Angst um den Arbeitsplatz und Stress.

Stress gehört laut Mitteilung zu den psychosozialen Risiken, die am stärksten zugenmommen haben. Mit 25% statt 18% besonders deutlich bei den Erwerbstätigen unter 30 Jahren sowie im Gesundheits- und Sozialwesen von 18% auf 23%.

Mit 49% fühlen sich knapp die Hälfte der sehr oft gestressten Personen bei der Arbeit emotional erschöpft. Bei den weniger gestressten Arbeitnehmenden sind dies nur 13%. Emotionale Erschöpfung gilt als Zeichen für ein hohes Burn-out-Risiko und steht in Verbindung mit einem weniger guten Gesundheitszustand, so die Meldung. Emotional erschöpfte Personen weisen mit 24% weitaus häufiger Anzeichen einer Depression auf als nicht erschöpfte mit 4%.

Der Anteil der Personen, die bei der Arbeit mindestens drei von insgesamt neun physischen Risiken ausgesetzt sind, ist hingegen mit 45% stabil geblieben. Werden alle Arbeitsbedingungen und soziodemografischen Merkmale berücksichtigt, wirken sich laut BFS neben Stress drei weitere Umstände negativ auf die Gesundheit aus: schmerzhafte oder ermüdende Körperhaltungen, Angst um den Arbeitsplatz sowie emotionale Beanspruchungen wie beispielsweise die Unterdrückung von Gefühlen.

 

 

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