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D: Welthospiztag: Obdachlose sterben oft einsam und medizinisch unversorgt

Okt 12, 2018 | Aktuelles, Aktuelles - Featured, Armut und Not

Die Reform des Hospiz- und Palliativgesetzes von 2015 habe für Obdachlose keine Fortschritte gebracht, schreibt die Diakonie Deutschland anlässlich des Welthospiztages am 13. Oktober. Obdachlose Menschen stürben meist allein und unversorgt.

In Würde sterben, schmerzfrei und nicht allein – das wünschen sich wohl alle Menschen. Krankheit und Sterben allein durchleben zu müssen, gehöre aber zu den leidvollen Erfahrungen vieler obdachloser Menschen, so die Diakonie Deutschland.

Hier klaffe eine große Lücke zwischen der Hoffnung auf ein Lebensende in vertrauter Umgebung, umsorgt von Angehörigen und Freunden und der Realität des Lebens ohne Dach über dem Kopf, so Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, laut Mitteilung.

Die Reform des Hospiz- und Palliativgesetzes von 2015 habe für Obdachlose keine Fortschritte gebracht. Die medizinische Versorgung von kranken und sterbenden Wohnungslosen sei nach wie vor prekär, betont Loheide. Für sie seien Krankheit, Nässe und sozialer Isolation ein Dauerzustand. Sie sterben an Krankheiten, die nicht zum Tode führen müssten, und ihre Lebenserwartung ist deutlich geringer als die des medizinisch gut versorgten ‚Normalbürgers‘, wird Loheide zitiert.

Das bestehende Gesundheitssystem sei auf die Bedürfnisse kranker und sterbender Menschen ohne Wohnung nicht oder nur unzureichend eingerichtet. Nur durch eine gut vernetzte Versorgung von ärztlichen und nicht ärztlichen Leistungsanbietern könnten auch ihre Schmerzen gelindert und die Wertschätzung des Einzelnen bis in den Tod und über den Tod hinaus gewährleistet werden.

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