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D: „Gesellschaftlicher Aufbruch statt Heimatministerium“

Sep 17, 2018 | Aktuelles, Beratung

Mit einem Buch skizziert der deutsche Diakonie-Präsident Ulrich Lilie seine Gespräche mit Menschen aus ganz Deutschland. Ein gesellschaftlicher Aufbruch, der ein Gefühl der Zugehörigkeit verleihe, sei nötig, keine populistischen Symboldebatten oder ein Heimatministerium, so Lilie.

Viele Menschen fühlten sich an den Rand gedrängt in einer Welt, in der das Tempo steige und die Gerechtigkeit auf der Strecke zu bleiben drohe, so der deutsche Diakonie-Präsident Ulrich Lilie in seinem soeben veröffentlichten Buch „Unerhört!“, das die gleichnamige Aktion der Diakonie gegen soziale Ausgrenzung dokumentiert. Lilie berichtet darin über seine Gespräche mit Menschen, die er auf seinen Reisen quer durch Deutschland getroffen hat.

Der Angst vieler Menschen in Deutschland sei auch mit dem Verweis auf die hervorragenden Wirtschaftsdaten nicht beizukommen, so Lilie. Sie hätten das Gefühl, in ihrer Lebenssituation nicht wahrgenommen zu werden. „Wir brauchen keine populistischen Symboldebatten und auch kein Heimatministerium“, so Lilie. Es brauche einen gesellschaftlichen Aufbruch, der ein Gefühl der Zugehörigkeit und eine Perspektive vermittele. Parteien, Wohlfahrtsverbände und Kirchen müssten „in die chancenreichen, aber derzeit vernachlässigten Stadtviertel, Dörfer und Landstriche zurückkehren“, fordert der Diakonie-Präsident.

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