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D: Diakonie veröffentlicht Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus

Nov 27, 2018 | Aktuelles, Menschenrechte und Antidiskriminierung

Mit der Handreichung will die Diakonie ihren Mitarbeitenden helfen, angemessen auf rechtspopulistische Provokationen und Tabubrüche – auch aus den eigenen Reihen – zu reagieren.

Das Erstarken rechtspopulistischer Kräfte stellt auch die Diakonie vor neue Herausforderungen, so Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland, anlässlich der Vorstellung einer Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus. Man dulde in diakonischen Einrichtungen keinen Rassismus oder Antisemitismus, keine Ausgrenzung oder gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Mit der Handreichung wolle die Diakonie ihren Mitarbeitenden helfen, angemessen auf Provokationen und Tabubrüche zu reagieren. Das gelte auch für solche aus den eigenen Reihen.

Der Einzug der Rechtspopulisten in die Parlamente habe „die Maßstäbe und Grenzen des Sagbaren verschoben“, so Lilie. Eine Verrohung der Sprache und des Umgangs, unterschwelliger oder offener Rassismus begegneten auch in der Diakonie. So wolle eine Bewohnerin eines Pflegeheimes zum Beispiel nur von deutschen Pflegekräften gepflegt werden. In einem anderen Fall seien in einer Kita Erzieher beim Wickeln auf einen Hakenkreuz-Body gestoßen. In einer diakonischen Einrichtung sei ein Mitarbeiter durch Thor-Steinar-Kleidung aufgefallen. Völlig inakzeptabel sei es, dass Mitarbeitende einer Tafel bedroht wurden, nachdem sie eine Spende der AfD abgelehnt hätten. Auch bei der aktuellen „Unerhört!“-Kampagne der Diakonie sei es gelegentlich zu Hass-Kommentare gekommen, erklärte Lilie.

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie.

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