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D: Diakonie für Familiennachzug subsidiärer Flüchtlinge

Jun 8, 2018 | Aktuelles, Migration und Flucht

Die Diakonie Deutschland kritisiert den Gesetzesentwurf der deutschen Bundesregierung, der lediglich den Elternnachzug, nicht aber den der Geschwisterkinder vorsieht. Eine Entscheidung sei für Eltern unzumutbar.

Die Diakonie Deutschland lehnt laut Medienmitteilung den aktuellen Gesetzesentwurf der deutschen Bundesregierung zur Neuregelung des Familiennachzugs für subsidiär geschützte Eltern und minderjährige Kinder ab.

Der Familiennachzug müsse subsidiär Schutzberechtigten genau so ermöglicht werden, wie anerkannten Flüchtlingen, wird Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, zitiert. Die Lebenssituation beider Gruppen sei vergleichbar und rechtfertige keine unterschiedliche Behandlung.

Besonders dramatisch sei die Situation für unbegleitete minderjährige Schutzberechtigte. Der Gesetzesentwurf sehe lediglich den Elternnachzug vor und keinen Familiennachzug inklusive Geschwisterkinder. Loheide: „Es ist unzumutbar, dass sich Eltern entscheiden müssen, ob sie ihr Kind in Deutschland oder ihr Kind im Herkunftsland allein lassen oder ob sie sich trennen.“ Daher müsse auch der Nachzug minderjähriger Geschwister gemeinsam mit den Eltern möglich sein.

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