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Corona: Diakonie Österreich fordert Investitionen in soziale Dienstleistungen

Jun 26, 2020 | Aktuelles, Pflege

Angesichts der Corona-Krise fordert die Diakonie Österreich mehr Investitionen in den Bereichen Jugend, Arbeitsmarktprojekte und Pflege.

Bezüglich sozialer Dienstleistungen gebe es in Österreich viel ungenutztes Potenzial, das nicht brach liegen gelassen werden sollte, wird Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser in einer Medienmitteilung der Diakonie Österreich zitiert. Gegen die soziale Krise brauche es konjunkturelle Massnahmen, welche die bisher unterbelichteten Bereiche Jugend, Arbeitsmarktprojekte und Pflege in den Blick nähmen.

Solche Investitionsmassnahmen seien sowohl volkswirtschaftlich effektiv, weil Arbeitsstellen entstünden, als auch sozialpolitisch wirksam, weil Lücken geschlossen würden. Schliesslich sei dies auch familienpolitisch sinnvoll, weil mehr soziale Dienstleistungen im Haushalt erfolgten und Betreuung mit Beruf und Familie besser vereinbart werden könne.

Soziale Dienstleistungen hätten Wachstumsfunktion bei Beschäftigung, so die Diakonie. Sie hätten stabilisierende Funktion, weil sie Teilhabe sicherten und Nachfrage über den Konjunkturzyklus bereitstellten. Sie wirkten als automatische Stabilisatoren in der Krise. Und sie erfüllten die Funktion des sozialen Ausgleiches.

Soziale Dienste seien auch deshalb konjunkturell interessant, weil sie regional und in strukturschwachen Regionen Jobs schafften. Viele Menschen könnten in ländlichen Regionen ohne Pflege, Gesundheitshilfen und Kinderbetreuung nicht mehr leben. Allerdings sei noch viel zu tun, was Bezahlung und Attraktivität der Arbeitsstellen angehe.

 

 

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