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CH: Wiedergutmachungs-Initiative erfolgreich abgeschlossen

Apr 9, 2018 | Aktuelles, Kinder und Jugendliche

Über 8’000 von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen Betroffene haben ein Gesuch auf einen Solidaritätsbeitrag gestellt. Ein Nachfolgeprojekt soll den Austausch unter den betagten Betroffenen fördern.

“Die Wiedergutmachungsinitiative ist erfolgreich zu Ende gegangen” meldet das Initiativkomitee auf ihrer Website. Aufgrund der Kampagne und der breiten Unterstützung durch die Bevölkerung sei “ein Stück Gerechtigkeit wiederhergestellt” worden. So werde das dunkle Kapitel der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen wissenschaftlich aufgearbeitet und damit Teil der Schweizer Geschichtsschreibung. Dies sei “über Jahrzehnte hinweg tabuisiert worden”.

Über 8’000 Betroffene habn ein Gesuch auf einen Solidaritätsbeitrag gestellt und erhalten noch zu Lebzeiten eine offizielle Anerkennung für das erlittene Unrecht. Sie stünden stellvertretend “für all die Hundertausende Opfer von Zwangsmassnahmen, die diesen historischen Moment nicht mehr erleben durften”, schreiben die Initianten. Ursprünglich hatte der Bund mit bis zu 15’000 Gesuchen bis zum Fristablauf Ende März 2018 gerechnet.

Der Urheber der Initiative Guido Fluri arbeitet demnach an einem Nachfolgeprojekt, das den Austausch unter den betagten Betroffenen fördern soll.

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