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CH: Fürsorgerische Zwangsmassnahmen: Sommaruga dankt Rundem Tisch

Mai 18, 2018 | Aktuelles, Kinder und Jugendliche

Nachdem die Gesellschaft zu lange weggeschaut habe, konnte in kurzer Zeit viel erreicht werden. Sagt Bundesrätin Sommaruga und dankt den Mitwirkenden des Runden Tisches für die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen.

Gerade die Betroffenen selbst habe es viel Kraft gekostet, aber die Anstrengungen des Runden Tisches hätten sich gelohnt, so Sommaruga laut Mitteilung des Bundesamtes für Justiz. Seit der ersten Sitzung vor fünf Jahren sei viel in Bewegung gekommen. Vor allem aber hätten „erstmals die Behörden nicht über die Betroffenen geredet, sondern mit ihnen“.

Das Engagement jedes Einzelnen „habe die Aufarbeitung dieses düsteren Kapitels der jüngeren Schweizer Geschichte weitergebracht und viel ausgelöst“. Die Vergangenheit lasse sich jedoch mit nichts ungeschehen machen: „Wir wollen nicht vergessen, und wir wollen daraus lernen“, so Sommaruga.

Der Runde Tisch war im Juni 2013 von Bundesrätin Simonetta Sommaruga eingesetzt worden. Er hatte den Auftrag, eine umfassende Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 vorzubereiten und in die Wege zu leiten. Zunächst unterstützte der Runde Tisch den Aufbau von Anlaufstellen in den Kantonen, erliess Empfehlungen betreffend die Aktensicherung und den Aktenzugang. Weiter schuf er einen Soforthilfefonds für Härtefälle. Im Anschluss begleitete das Gremium den politischen Entscheidungsprozess und die Umsetzung des Bundesgesetzes über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981. Am 8. Februar 2018 hielt der Runde Tisch seine letzte Sitzung ab.

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