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CH: Pilotprogramm bereitet Flüchtlinge auf Berufsausbildung vor

Mai 18, 2018 | Aktuelles, Migration und Flucht

18 Kantone bieten ab diesem Sommer einjährige „Integrationsvorlehren“ an. Damit sollen anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene „mit beruflichem Potenzial“ gezielt auf eine Berufsausbildung vorbereitet werden. Das Pilotprogramm dauert vier Jahre.

Bund und Kantone wollen Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene rascher in die Arbeitswelt integrieren und deren Abhängigkeit von Sozialhilfe reduzieren, so das Staatssekretariat für Migration SEM. 18 Kantone haben nun mit dem SEM Verträge abgeschlossen, um mit einer „Integrationsvorlehre“ diese Personen auf eine Berufslehre vorzubereiten.

Die Teilnehmenden können rund drei Tage pro Woche in einem Berufsfeld praktische, schulische und sprachliche Kompetenzen aufbauen, die es für ein erfolgreiches Absolvieren der angestrebten Berufslehre braucht, so die Mitteilung. Im Kanton Zürich wird das Progamm im Rahmen eines Vorpilots beim Unternehmen Planzer bereits umgesetzt.

Das SEM finanziert maximal 3’600 Plätze verteilt über vier Jahre mit. Die Kantone erhalten 13’000 Franken pro Ausbildungsplatz und Jahr, insgesamt finanziert das Staatssekretariat rund 47 Millionen Franken. Die darüber hinausgehenden Kosten müssen die Kantone selber tragen.

Die Integrationsvorlehren sollen „auf den Bedarf der Branchen und Betriebe abgestimmt“ sein, so das SEM. Um dies zu erreichen, sollen alle Partner von der lokalen bis zur nationalen Ebene eng zusammenarbeiten. Die Federführung liegt bei den kantonalen Berufsbildungsbehörden. Derzeit rekrutieren diese geeignete Teilnehmerinnen und Teilnehmer „und suchen das Gespräch mit weiteren interessierten Betrieben“.

Das Programm werde laufend evaluiert und weiterentwickelt, „damit sich Best Practice Modelle etablieren können“, so das SEM. Der Bundesrat wird voraussichtlich Ende 2019 über eine allfällige Weiterführung durch den Bund entscheiden.

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