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CH: Petition für sichere Fluchtwege mit mehr als 38´000 Unterschriften eingereicht

Jul 2, 2018 | Aktuelles, Migration und Flucht

Das Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz HEKS und die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH haben ihre Petition «Für sichere und legale Fluchtwege in die Schweiz» mit über 38´000 Unterschriften dem Bundesrat übergeben.

Angesichts von weltweit rund 68,5 Mio. Menschen auf der Flucht stünde die Schweiz mit ihrer langen humanitären Tradition besonders in der Verantwortung, deutlich mehr Flüchtlingen als bisher Schutz zu gewähren, so das HEKS in einer Mitteilung.  Der Bundesrat müsse nun rasch handeln und im Rahmen von Resettlement-Programmen sowie in Abstimmung mit den Kantonen das jährliche Kontingent für Flüchtlinge auf mindestens 10´000 Personen erhöhen.

Mehr als 38´000 Personen haben innert dreier Monate die Petition «Für sichere und legale Fluchtwege in die Schweiz» von HEKS und SFH unterzeichnet. Diese Unterstützung sei nicht nur ein grossartiges Zeichen der Solidarität mit Menschen auf der Flucht, sondern „vor allem auch eine deutliche und nachdrückliche Aufforderung an den Bundesrat, nun rasch und speditiv die Erhöhung des Flüchtlingskontingents auf jährlich mindestens 10 000 Personen zu beschliessen und umzusetzen“, betont das Hilfswerk. HEKS und SFH fordern von Bund und Kantonen, dass sie ihre Anstrengungen zur Aufnahme und menschenwürdigen Unterbringung von besonders verletzlichen Flüchtlingen deutlich verstärken.

In den weltweiten Krisenregionen tragen die Nachbarstaaten der betroffenen Länder bis anhin die weitaus grösste Last des Flüchtlingselends. Sie sind jedoch mit dieser Aufgabe ökonomisch und sozial völlig überfordert und brauchen deshalb dringend die Unterstützung auch der Schweiz, so das HEKS. Die Unterschriften seien ein Beweis für die Bereitschaft der Bevölkerung, sich für Menschen auf der Flucht einzusetzen. Der Bund solle dieses Engagement mit entsprechenden Rahmenbedingungen ermöglichen und fördern.

Die Petition wurde durch einen menschengemachten, symbolischen Fluchtweg zum Bundeshaus geleitet und dort dem Bundesrat übergeben.

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