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CH: Evangelische Frauen fordern mehr Schutz für geflüchtete Frauen

Jun 15, 2018 | Aktuelles, Migration und Flucht

Die Evangelischen Frauen Schweiz (EFS) publizieren zum Flüchtlingssonntag vom 17. Juni einen Standpunkt zum Thema Frauen auf der Flucht. Sie fordern, dass die Schweiz geflüchteten Frauen Unterstützung und den nötigen Schutz bietet.

Die Evangelischen Frauen Schweiz machen anlässlich des Flüchtlingssonntags am 17. Juni mit einer Publikation auf die Situation von geflüchteten Frauen aufmerksam. „Wir haben gemerkt, dass Frauen auf der Flucht besonderen Schwierigkeiten begegnen,“ sagt Präsidentin Dorothea Forster. Den EFS ist es wichtig, dass die besondere Situation von geflüchteten Frauen bekannter wird.

Für die EFS sei es zentral, dass geflüchtete Frauen wirksam vor sexualisierter Gewalt geschützt würden. In den Asylunterkünften seien dafür separate Frauen-Toiletten und -Duschen unverzichtbar. Frauen, die vor sexuellen Übergriffen oder vor einer Zwangsheirat geflüchtet sind, haben in der Schweiz das Recht auf Asyl. Die EFS fordern, dass die Frauen darüber informiert werden und ihnen dieses Recht konsequent zugestanden wird. Opfer von Menschenhandel seien besonders stark von Gewalt betroffen. Sie sollten in jedem Fall in der Schweiz Schutz erhalten, so die EFS

Geflüchtete Frauen seien oft mit Kindern in der Schweiz. Weil sie in der Schweiz keine Verwandten und Bekannten hätten, bräuchten sie bei Asylanhörungen eine Kinderbetreuung: „Fluchtgründe können nicht mit kleinen Kindern auf dem Arm erzählt werden.“ Auch Deutschkurse könnten Mütter nur besuchen, wenn in dieser Zeit ihre Kinder betreut würden.

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