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CH: Drohende Aussteuerung älterer Arbeitsloser verhindern

Apr 27, 2018 | Aktuelles, Arbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung

Geraten ältere Arbeitnehmende für längere Zeit in die Arbeitslosigkeit, droht ultimativ die Aussteuerung. Bund, Kantone und Sozialpartner wollen nun Vorschläge prüfen, um diese und andere Probleme zu verhindern. Das ergab die vierte Nationale Konferenz ältere Arbeitnehmende gestern in Bern.

Ältere Arbeitskräfte leisten einen wichtigen Beitrag zur Deckung der wachsenden Fachkräftenachfrage in der Schweiz. Darin waren sich alle Beteiligten der Konferenz zum Thema der älteren Arbeitnehmenden einig, schreibt das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF in einer Mitteilung. Uneins seien sie sich hingegen in der Beurteilung deren allgemeiner Lage gewesen. Trotzdem einigte man sich darauf, dass Bund, Kantone und Sozialpartner nun Vorschläge prüfen sollen, mit denen finanzielle und soziale Probleme durch drohende Aussteuerung verhindert werden können.

Ein besonderes Augenmerk sei auf die Voraussetzungen für eine aktive Laufbahnplanung gelegt worden, schreibt das WBF. Mit ihr könnten Chancen und Risiken erkannt und behoben werden. Die Gestaltung der beruflichen Laufbahn und die konstante Weiterbildung liege “primär in der Verantwortung der einzelnen Arbeitnehmenden”, wird die gemeinsame Schlusserklärung zitiert. Bund und Kantone sollten Rahmenbedingungen und Dienstleistungen sicherstellen, die Chancengleichheit beim Zugang zu Weiterbildungen und Beratungsangeboten gewährleisten sowie “Anreize für einen möglichst langen Verlbeib im Arbeitsmarkt setzen”. Auf Wunsch der Sozialpartner sollen zudem Beratungsdienstleistungen für ältere Stellensuchende in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden.

An der Konferenz diskutierten Vertreter des Bundes und der Kantone sowie des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), von Travail.Suisse, des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes (SAV) und des Schweizerischen Gewerbeverbandes (sgv) in Bern unter der Leitung von Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann

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