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CH: Coop reduziert nach Petition Verbrauch von Palmöl

Jul 5, 2018 | Aktuelles, Kommunikation

Die Palmöl-Petition von Brot für alle, Fastenopfer und Pro Natura zeigt nach eigenen Angaben Wirkung. So schränke Coop die Verwendung des Speiseöls ein. Migros und andere Grossverteiler seien aufgefordert, diesem Beispiel zu folgen.

Ein „Etappensieg im Kampf gegen Landraub und Umweltzerstörung wegen Palmöl“, schreibt Brot für alle in einer Medienmitteilung. Mit einer von 12‘500 Personen unterzeichneten Petition forderten Fastenopfer und Brot für alle mit Unterstützung von Pro Natura letzten Herbst die Schweizer Grossverteiler auf, weniger Palmöl in ihren Produkten zu verwenden. Nun sei Coop auf diese Forderung eingegangen und habe bekannt gegeben, Palmöl bei Eigenprodukten durch andere Öle zu ersetzen. Wo dies nicht möglich sei, solle „konsequent eine kleinbäuerliche Lieferkette mit Fair Trade- und Bio-Palmöl aufgebaut und nur noch solches Palmöl verwendet werden“.

Coop will sich demnach auf die Richtlinien von Bio Suisse abstützen, die für Palmöl derzeit ergänzt werden. Diese werden festlegen, dass das Palmöl aus Kleinbetrieben stammen soll, welche die Biodiversität fördern, und zuvor kein Landraub stattgefunden hat. Brot für alle und Fastenopfer fordern nun auch die übrigen Grossverteiler auf, ihre Palmöl-Lieferketten umzustellen.

Mit seinem Entscheid distanziere sich Coop vom umstrittenen Palmöl-„Nachhaltigkeitsstandard“ RSPO (Roundtable on Sustainable Palmoil) und räume ein, die Probleme im Palmölanbau würden damit „nicht zufriedenstellend gelöst“ – eine Position, die auch Brot für alle, Fastenopfer und Pro Natura vertreten.

Laut Brot für alle steht Palmöl auch politisch unter Druck. In der Herbstsession verhandele der Ständerat über eine vom Nationalrat bereits angenommene Motion und verschiedene Standesinitiativen, die Palmöl aus den Freihandelsabkommen mit Malaysia und Indonesien ausschliessen wollen. Nur so könnten heimische Ölsaaten auf dem Schweizer Markt bestehen. Neben dem Ersatz des tropischen Produkts durch heimische Öle und Fette brauche es aber auch einen grundsätzlichen Wandel in der Ernährung: „weg von Überkonsum und hoch verarbeiteten Lebensmitteln (Convenience Food), hin zu frischen, regionalen, saisonalen und biologischen Produkten“.

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