Aktuelles

Kann die Schweizer Diakonie mit weniger Mitteln mehr erreichen?

Nov 15, 2014 | Aktuelles

Weil die Diakonie unter Spardruck steht, wurde an der Diakoniekonferenz des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes vom 11. November der Fokus auf neue Impulse gelegt. Die nahezu 40 Abgeordneten aus allen Regionen der Schweiz hatten in Bern Gelegenheit, verschiedene innovative Projekte der Kirchen für Arbeitslose und Ausgesteuerte kennenzulernen.

Angesichts der Tatsache, dass die Bande zwischen Kirche und Staat immer lockerer werden, spiele die Mittelbeschaffung für die Kirche allgemein und insbesondere für die Diakonieprojekte eine immer wichtigere Rolle, betonte der Hauptredner Lukas Kundert, Kirchenratspräsident der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt und Basler Münsterpfarrer. Er fügte hinzu, dass in seiner Kirchgemeinde insbesondere durch „Klinkenputzen“ und durch Mut und Engagement seiner Mitarbeitenden, aber auch mit Gottes Hilfe, gute Ergebnisse erzielt worden seien.

Die Abgeordneten hatten zudem Gelegenheit, Wiedereingliederungsprojekte für Stellensuchende aus Zürich („Kompass“) und Basel („Jobfactory“) näher kennenzulernen. Für die Westschweiz wurden zwei Projekte präsentiert, einerseits das Projekt „Espace solidaire Pâquis“, das darauf abzielt, Migrantinnen und Migranten im Genfer Quartier „Les Pâquis“ besser zu integrieren, und andererseits das vom Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz HEKS in den Kantonen Waadt und Genf eingeführte Mentoringprogramm „Mentorat Emploi Migration“, das die Entwertung beruflicher Fähigkeiten und Fertigkeiten von Migrantinnen und Migranten bekämpfen will.

Im geschäftlichen Teil der Konferenz wurde Urs Woodtli zum neuen Präsidenten der Diakoniekonferenz gewählt. Der Lehrer, Sozialpädagoge und Pfarrer arbeitet in der Fachstelle Diakonie Aus- und Weiterbildung der Reformierten Kirche des Kantons Zürich. Er tritt die Nachfolge von Konrad Meyer an, Leiter der Fachstelle Diakonie der reformierten Kirche Basel-Stadt, der insgesamt während 12 Jahren im Ausschuss und 5 Jahre davon als Präsident tätig war.

Die Abgeordnetenversammlung des SEK hat an ihrer Sitzung vom 3. und 4. November 2014 in Bern das nationale Reorganisationsprojekt „Diakonie Schweiz“ einstimmig angenommen. Demnach wird die Diakoniekonferenz, sobald der Umsetzungsprozess abgeschlossen ist, in das nationale Dach „Diakonie Schweiz“ integriert. Bis dahin werden die Konferenzen weiterhin zweimal jährlich durchgeführt.

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