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Diakoniekonferenz: Abschied und Neuanfang

Nov 16, 2016 | Aktuelles, Diakonie Schweiz

Die mit einem Vorläufer bereits seit 1985 bestehende nationale Diakoniekonferenz des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK traf sich zu ihrer letzten Versammlung am 15. November in Bern. Sie wird Teil der nationalen “Konferenz Diakonie Schweiz”, die 2017 unter dem Dach des Kirchenbundes entsteht.

“Glaube und Flüchtlingsschutz” lautete das Thema der Konferenz. Rund sechzig Delegierte aus den Mitgliedkirchen des Kirchenbundes sowie aus diakonischen Organisationen und Institutionen versammelten sich im Hauptquartier der Heilsarmee in Bern. Aus internationaler Perspektive sprach Anja Klug, Leiterin des UNHCR-Büros für die Schweiz und Liechtenstein. Simon Röthlisberger, Beauftragter für Migration des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, informierte über die nationalen Belange. Gruppendiskussionen behandelten die Fragen, wie hörbar Kirche in der Flüchtlingsdebatte sein soll oder in welcher Form das Asylrecht Religion überhaupt berücksichtigt.

Der Nachmittag galt dem Abschied von der Diakoniekonferenz. Ein Podium mit den ehemaligen Konferenzpräsidien Silvia Michel (1994-98), Christoph Sigrist (2004-08) und Konrad Meyer (2008-14) sowie dem derzeitigen Präsidenten Urs Woodtli markierte anlässlich der 50. Konferenz Abschied und Neuanfang. 1985 trafen sich erstmals diakonische Vertreterinnen und Vertreter von Werken und Mitgliedkirchen zu Vorläufern der 1994 institutionalisierten Schweizerischen Diakoniekonferenz, die mit der heutigen Versammlung aufgelöst wurde.

Die nationale “Konferenz Diakonie Schweiz” schließt bis Mitte 2017 die Diakoniekonferenz, die Deutschschweizerische Diakonatskonferenz und das Internetprojekt diakonie.ch unter dem Dach des Kirchenbundes zusammen. Diesem Prozess komme Pioniercharakter zu, betonte SEK-Ratsmitglied Daniel Reuter in seinem Grusswort: “Sie gehen voran, wenn es darum geht, Kräfte zu bündeln und neue, schlanke Formen der Zusammenarbeit zu suchen.” Hella Hoppe, Geschäftsleiterin des Kirchenbundes, würdigte die Diakoniekonferenz als Vordenkerin in Themen wie dem sozialen Wandel, Migration und Sans Papiers sowie Familien- und Partnerschaftsfragen. Auch sei die Konferenz stets “ein Ort gelebter Zweisprachigkeit” gewesen.

Die Konferenz Diakonie Schweiz wird den Informationsaustausch zu gemeindediakonischen Projekten fördern und den Dialog mit der diakoniewissenschaftlichen Forschung sowie zu Netzwerken pflegen. Ziel ist, diakonische Arbeiten in Zukunft aus einer Hand leisten zu können. “Damit Leben in dieses Haus kommt, braucht es uns”, zog die Synodalrätin der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn Claudia Hubacher Bilanz: “An uns liegt es, diesem Haus Sinn und Gestalt zu verleihen”.

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