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Berner Fachhochschule stellt Empfehlungen für generationsübergreifende Wohnprojekte vor

Aug 30, 2021 | Aktuelles, Alter

Das Institut für Alter der BFH dokumentierte Erfahrungen einer Berner Generationenwohnsiedlung und leitet daraus Empfehlungen für künftige Projekte ab.

Die städtebauliche Entwicklung wird zunehmend durch genossenschaftliche Wohnprojekte geprägt, die einen geeigneten Rahmen für Generationenwohnprojekte bieten, so die Berner Fachhochschule BFH. Bislang fehlten jedoch konzeptionelle Grundlagen für deren Planung.

Der Ruf nach Generationensolidarität werde immer lauter, Betroffene wünschten sich Entlastung, so die BFH. Sozialpolitisch werde daher einiges in Bewegung gesetzt, um auf kleinräumlicher Basis funktionierende Gemeinschaften zu schaffen. Neuere Wohnformen wie genossenschaftliches Wohnen oder Generationenwohnen versuchten, diesem Bedürfnis gerecht zu werden.

Ein Projekt der BFH ging nun der Frage nach, worauf zu achten sei, damit eine möglichst tragfähige Basis für Generationenwohnen entstehe. Dabei wurde das Projekt der Berner Siedlung Holliger untersucht, für die sich sechs Bauträger zusammenschlossen, um eine Neubausiedlung zu planen, die unterschiedliche Generationen und Bevölkerungsgruppen zusammenführt.

Die Begleitforschung der BFH entwickelte aus der Dokumentation des Projektes Empfehlungen für Planerinnen und Planer zukünftiger Generationenwohnsiedlungen. So solle bereits zu Beginn des Planungsprozesses ein gemeinsames Verständnis von Generationenwohnen entwickelt werden.

Durch Monitoring der geplanten Wohnungsgrössen und -schnitte könne ein heterogener Wohnungsmix gefördert werden. Die Integration von Gewerbe schaffe Arbeitsplätze und Treffpunkte. Dabei solle der Aussenraum an die Bedürfnisse der Bewohnenden angepasst werden.

Für eine heterogene und sozial durchmischte Mieterschaft brauche es räumliche und soziale Angebote, welche die jeweiligen Bedürfnisse ansprächen. Ebenso gelte es zu klären, welche Finanzierungsmechanismen auch ökonomisch weniger privilegierten Bevölkerungsgruppen den Zugang zum neu geschaffenen Wohnraum ermögliche.

 

 

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