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AT: Diakonie startet Kampagne für Menschen mit Sprachbeeinträchtigungen

Mai 1, 2018 | Aktuelles, Behinderung

Anlässlich des „Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ am 2. Mai startet die Diakonie Österreich die Kampagne #RechtAufKommunikation rund um die Themen unterstützte Kommunikation und technische Hilfsmittel für Menschen ohne Lautsprache.

„Menschen mit Sprachbehinderungen sind nicht sprachlos, sie werden vielmehr sprachlos gemacht“, so die Diakonie Österreich in einer Medienmitteilung zur Kampagne, die in Zusammenarbeit mit dem VERBUND Empowerment Fund der Diakonie durchgeführt wird. 

Bis heute gebe es weder einen Rechtsanspruch noch einheitliche Finanzierungshilfen für Betroffene, so der Direktor der Diakonie Österreich Michael Chalupka: „Ausserdem sind die bürokratischen Irrwege ohne zentrale Beratungsmöglichkeit so gross wie vor 10 Jahren.“ Zudem sei der Katalog technischer Hilfsmittel seit 1994 nicht erneuert worden. Trotz des veralteten Standes stelle er immer noch die Grundlage für Unterstützungsentscheide der Versicherungen dar.

Vorschläge für Verbesserungsmassnahmen lägen „seit Jahren am Tisch“, wird Chalupka zitiert. Entsprechend fordert die am 1. Mai startende Kampagne #RechtAufKommunikation einen Rechtsanspruch auf assistierende Technologien und kommunikative Hilfsmittel, die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle und die Anpassung des veralteten Hilfsmittelkataloges. „Niemand darf sprachlos bleiben! Das Recht auf Kommunikation gilt für alle“, so der Diakonie-Direktor.

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