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Angesichts dramatischer Zunahme von Demenzerkrankungen fordern Verbände Massnahmen

Sep 22, 2021 | Aktuelles, Gesundheitliche Versorgung

Zum Welt-Alzheimer-Tag fordern mehrere Verbände bessere Rahmenbedingungen für die Prävention, Erforschung und Behandlung von Alzheimer und anderen Demenzformen.

Derzeit leben rund 146´500 Menschen mit Demenz in der Schweiz, so Alzheimer Schweiz, Swiss Memory Clinics und die Stiftung Synapsis in einer gemeinsamen Medienmitteilung zum Welt-Alzheimer-Tag am 21. September. Die meisten dieser Menschen sind demnach an Alzheimer erkrankt.

Diese Zahl werde sich in den kommenden drei Jahrzehnten verdoppeln, so die Mitteilung. Gemäss Prognosen werden in der Schweiz im Jahr 2050 315´000 Menschen mit Demenz leben. Eine solche Zunahme könne das heutige Betreuungs- und Versorgungssystem nicht bewältigen.

Bereits heute verursachten Demenzen jährliche Kosten von rund 11,8 Milliarden Franken. Fast die Hälfte dieser Kosten übernähmen die Angehörigen durch ihre unbezahlten Betreuungs- und Pflegeleistungen, so die Verbände.

Die Organisationen fordern wirksame Massnahmen in Forschung, Prävention und Behandlung. So seien die Entstehungsmechanismen von Demenzerkrankungen weitgehend unbekannt. Entsprechend brauche es langfristig angelegte Förderprogramme, um verlässliche Zahlen über Demenzerkrankungen in der Schweiz zu erheben.

Dank Früherkennung könnten bereits heute schwere Verläufe verzögert werden. Viele Demenzerkrankungen liessen sich vermeiden, so die Mitteilung. Daher brauche es Präventions- und Früherkennungsprogramme, die auch in der hausärztlichen Praxis angewandt werden könnten.

An die Diagnose müssten sich zudem demenzspezifische Beratungs- und Unterstützungsleistungen anschliessen. Momentan blieben Menschen nach der Diagnose oft auf sich allein gestellt. Das führe zu einem schlechten Krankheitsverlauf, belaste Angehörige zusätzlich und habe frühzeitige Heimeinweisungen zur Folge.

 

 

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